Entstand die altenglische Übersetzung der Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum des Beda Venerabilis, des wohl bedeutendsten anglo-lateinischen Werkes des Mittelalters, auf Bestreben König Alfreds ‚des Großen‘ als Teil seines Übersetzungs- und Bildungsprogrammes? War die altenglische Historia vielleicht ein Gründungsmanifest des Königreichs der Angelsachsen? Dieses Königreich formierte sich schließlich in einer Zeit, als England sich eines äußeren Feindes zu erwehren hatte, der die politische Ordnung der angelsächsischen Königreiche bedrohte: der Wikinger. Um diese Frage zu beantworten, präsentiert Andreas Lemke ein in dieser Form einzigartiges Kompendium interdisziplinärer Ansätze und wirft ein neues Licht auf die altenglische Beda-Übersetzung, das Literatur- und Sprachwissenschaftler, Philologen und Historiker gleichermaßen anspricht.

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